Praktikum

Am OHG haben Studierende des Lehramts die Möglichkeit ihre Praktika im Rahmen des Studiums zu absolvieren. Hierbei werden zwischen zwei verschiedene Praktika unterschieden. Das dreiwöchige Orientierungspraktikum ist während des Bachelor-Studiengangs zu absolvieren. Das 12-wöchige Schulpraxissemester für Studierende des Master-Studiengangs Lehramt Gymnasium ist verpflichtend für alle Studierende ab dem WS 2015/16. Zu Beginn eines Schuljahres steigen die Studierenden für 13 Wochen in der Schule ein, um im Unterricht zu hospitieren und eigenständig zu Unterrichten. Das Schulpraxissemester ist Teil des Studiums und sein Bestehen ist Voraussetzung für die spätere Zulassung zum Vorbereitungsdienst.

Mit der Entscheidung mein Orientierungspraktikum am Otto-Hahn-Gymnasium absolviert zu haben, bin ich überaus glücklich und zufrieden. Schon vor Beginn des Praktikums wurden die Praktikanten von Frau Kunicke zu einem Kennenlernen eingeladen und uns wurde dabei auch die Schule gezeigt. Für uns war das sehr hilfreich uns zurechtzufinden und einen ersten Einblick in die Schule zu bekommen.

Das Lehrerkollegium war sehr nett, hilfsbereit und vor allem offen für alle Fragen, die wir hatten. Egal, ob es um den Lehrerberuf an sich oder um den Unterricht, die Lehrerinnen und Lehrer haben sich immer für uns Zeit genommen und versucht unsere Fragen bestmöglich zu beantworten.

Durch die verschiedenen Klassenstufen, die wir besuchen konnten, und die verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer, die wir begleiten durften, war es für mich äußerst interessant einen Einblick in die verschiedenen Unterrichtsgestaltungen und Unterrichtsmethoden zu bekommen. Viele davon werde ich in meiner zukünftigen Lehrerlaufbahn sicherlich verwenden.

K. Jurisic


Mein Orientierungspraktikum am Otto-Hahn-Gymnasium hat mir sehr gefallen und ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte, es an dieser Schule zu absolvieren. Frau Kunicke hat die Praktikanten schon vor Beginn des Praktikums eingeladen, um sich gegenseitig kennenzulernen und um zu sehen, wo sich was in der Schule befindet. Für mich war das äußerst hilfreich, da ich deshalb an meinem ersten Tag ungefähr wusste, was auf mich zukommt und wo ich hin muss. Die Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums waren darüber hinaus jederzeit sehr hilfsbereit und freundlich und haben uns Praktikanten gerne alles gezeigt und uns in ihren Unterricht mitgenommen. Ich hatte die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele Lehrerinnen und Lehrer kennenzulernen und auch ihre persönliche Unterrichtsgestaltung. Somit konnte ich viele verschiedene Dinge lernen und mir vielleicht sogar schon für meine Zukunft merken. Das Praktikum hat mir sehr viel geholfen in Bezug auf die Frage, die sich vermutlich jeder Studierende irgendwann einmal stellt: Ist es der richtige Studiengang, den ich gewählt habe?

Ich konnte mit Freude feststellen, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen und ihre Erfahrung gerne mit mir geteilt haben und wir nicht nur den Unterricht begleiten und das Lehrerzimmer von der anderen Seite sehen durften, sondern darüber hinaus auch an einer der zahlreichen Besprechungen teilhaben haben durften.

N. Hemminger

Doch genau das machte diese Zeit für uns besonders spannend.

Ich, Jessica Müller, studiere an der Universität Stuttgart die Fächer Englisch und Geschichte.

Ich, Patrick Spitzenberger, studiere an der Universität Tübingen Geschichte und Evangelische Theologie. Vor meinem Praxissemester habe ich ein Jahr in Rom verbracht.

Nach einigen Semestern an der Universität stand für uns nun das Praxissemester an, um die gelernte Theorie mit der Praxis zu verbinden. Da wir möglichst viel vom Schulalltag mitnehmen möchten, sind wir jeden Tag an der Schule und begleiten Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Beruf. Das Besondere ist natürlich, dass wir auch selbst unterrichten dürfen und somit unsere eigenen Erfahrungen sammeln können. Parallel dazu werden wir vom Seminar für Ausbildung der Lehrkräfte in Esslingen begleitet. Im Rahmen dessen sind wir an zwei Tagen in der Woche für die pädagogische und fachliche Ausbildung dort.

In diesen besonderen Zeiten an einer Schule zu sein, bedeutet Flexibilität im veränderten Schulalltag. Täglich sammeln wir neue Erfahrungen, was das Unterrichten und den Umgang mit Schülerinnen und Schülern in Zeiten einer Pandemie bedeutet. Die Kommunikation mit Maske ist sicherlich eine der größten Herausforderungen. Allerdings konnten wir uns schnell daran gewöhnen und sind inzwischen Profis darin unser Lächeln auch hinter der Maske sichtbar zu machen.

Das Otto-Hahn-Gymnasium erleben wir dabei als eine Schule, die es auch unter Pandemiebedingungen schafft, für die Schülerinnen und Schüler eine positive Lernatmosphäre zu ermöglichen und verantwortlich in diesen Zeiten handelt. Wir sind sehr glücklich über ein so offenes und herzliches Lehrerkollegium, das uns ermöglicht umfassend in den Schulalltag einzutauchen und uns unsere eigenen Erfahrungen sammeln lässt.

J. Müller und P. Spitzenberger

Referendariat

Nach der erfolgreichen Zeit an der Universität folgt der zweite Schritt in Richtung Beruf "Lehrer:in". In einer 1,5-jährigen Ausbildung, dem Referadariat, an der Schule sowie am Seminar, durchläuft man verschiedene Stufen, in welchen wir die Referendar:innen begleiten.

ref prozess

Nur jeder dritte Junge greift in der Freizeit regelmäßig zum Buch (vgl. JIM-Studie 2018), wobei mit steigendem Alter Desinteresse bisweilen in Leseabstinenz gipfelt. Lesekompetenz ist mehr als einfach nur lesen zu können – vielmehr müssen relevante Informationen aus Texten lokalisiert, verstanden, bewertet und reflektiert werden. Fähigkeiten, die nicht nur im Literaturunterricht ihre Berechtigung finden. Die Lesekompetenz ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Entwicklung eigenen Wissens und Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaflichen Leben. Zudem hat die zunehmende Digitalisierung unserer Welt die Anforderungen an die Lesekompetenz nachhaltig verändert: Die breite Nutzung digitaler Texte und Informationen betrifft praktisch alle Lebensbereiche. In dieser Unterrichtseinheit soll unter Einsatz handlungs- und produktionsorientierter Verfahren das geschlechterspezifische Leseinteresse geweckt werden. Keine dicken Problemschinken, sondern spannender Stoff für echte Kerle. Tschick und Maik starten im heimatlichen Allltag, doch ihre Reise mit einem gestohlenen Auto führt sie zu ungewöhnlichen Abenteuern. Unsere Helden bieten Identifikationspotenzial: Obwohl sie in unterschiedlichen, gesellschaftlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, sind sie sich ähnlicher als gedacht – denn in den entscheidenden Momenten offenbaren sie Charakter. Eine Fähigkeit, die so mancher Erwachsener vermissen lässt.

Fr. Hornung

Die Pandemie stellt gerade die naturwissenschaftlichen Fächer vor große Herausforderungen. Schulschließungen, Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, Maskenpflicht und beschlagende Schutzbrillen behindern die Nutzung des wohl wichtigsten zentralen Elementes im Chemie-Unterricht - dem Experiment.

Vor diesem Hintergrund sollen Experimente möglichst realistisch in Form von interaktiven Animationen an mobilen Endgeräten nachvollzogen werden können. Die einzelnen Materialien und Chemikalien können digital angewählt und die Videoexperimente jederzeit pausiert und neugestartet werden. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler sich nicht nur in ihrem eigenen „Tempo“ mit dem Lerngegenstand auseinandersetzen, sondern das Experiment auch an jedem beliebigen Ort durchführen. Durch die digitale Umsetzung können auch Hilfekärtchen als Schaltflächen eingeblendet werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig einen Aufgabenkatalog zu den einzelnen Versuchsteilen ab und die Lehrkraft dient in diesem Kontext nur als Lernbegleiter.

In Klasse 8 wird erstmals das „Stoffteilchen“-Modell eingeführt, das für viele Schülerinnen und Schüler zunächst eine große Herausforderung darstellt: Zum ersten Mal werden im Fach Chemie Beobachtungen auf der Stoffebene mit der Teilchenebene erklärt, die man gar nicht beobachten kann. In diesem Kontext können die Schülerinnen und Schüler die Teilchenebene auf die Videoexperimente einblenden und die Vorgänge so visuell besser nachvollziehen. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler diese animierten Darstellungen mit weiteren modellhaften Darstellungen vergleichen, sowie Chancen und Grenzen der unterschiedlichen Darstellungen diskutieren. Abschließend entwickeln die Schülerinnen und Schüler selbst zeichnerisch eine Animation zu einem Videoversuch, präsentieren ihre Entwürfe und diskutieren Chancen und Grenzen ihrer Darstellung des „Stoffteilchen“-Modells.

Hr. Weich

Kontakt Ausbildungslehrerin Frau Kunicke: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!