„Die Deutsche Neurowissenschafts-Olympiade (DNO) bietet dir die Gelegenheit, tief in diese spannende wissenschaftliche Disziplin einzutauchen und dich auf eine Weise herauszufordern, die du dir nie hättest vorstellen können.“ Dies sind die Begrüßungszeilen, wenn man sich als Schülerin oder Schüler auf der Homepage der Deutschen Neurowissenschaften Olympiade informieren möchte. Und dies beschreibt das Niveau des Wettbewerbs sehr gut. 

In diesem Monat fand nun das Bundesfinale der Deutschen Neurowissenschaften-Olympiade statt. Die besten 40 Kandidatinnen und Kandidaten aus den drei Eingangswettbewerben konnten sich hierfür qualifizieren. Nachdem David in Heidelberg sehr erfolgreich abgeschnitten hatte, gelang ihm der Einzug ins Bundesfinale. 

Besonders bemerkenswert ist, dass an diesem komplexen Wettbewerb meist Schülerinnen und Schüler der Kursstufe teilnehmen. David hat diese Qualifikation nun bereits als Neuntklässler erreicht. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmenden ein rund 360-seitiges, englischsprachiges Skript, das deutlich über das Niveau des Leistungsfachs Biologie hinausgeht und sowohl medizinische als auch neurobiologische Themen umfasst. 

Beim Bundesfinale erreichte David den 26. Platz – eine wirklich beeindruckende Leistung. 

Wie David den Wettbewerbstag selbst erlebt hat und ob er auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen möchte, könnt ihr im folgenden Artikel von ihm genauer erfahren. Viel Spaß beim Lesen! 

Arnold 

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Das Bundesfinale der Deutschen Neurowissenschaften Olympiade

von David Yu 

Am 13. Juni 2026 fand das Bundesfinale der Deutschen Neurowissenschaften Olympiade (DNO) statt. Ich zeige euch mal in diesem Artikel, wie es war. 

6:49 – Eine kurze Zugfahrt 

Um 6:49 kommt mein Zug am Stuttgarter Hauptbahnhof. Da es relativ früh morgens ist und ein Samstag, sind sehr wenige Person auf dem Zug. Ich nutze noch die ca. 1h und 20 Minuten lange ICE Fahrt nach Frankfurt, um nochmal die Themen zu wiederholen. Ich war bereits ein wenig aufgeregt und war gespannt, was mich heute erwarten würde.  

9:30 – Ankunft in Frankfurt, am Max-Planck Institute for Brain Research 

Nach der Bahnfahrt (ohne Verspätung) und einer kurzen Stadtbahnfahrt durch den Uni-Campus der Goethe-Universität Frankfurt betrete ich nun das Gebäude, in welchem ich herzlich begrüßt werde und eine Mappe mit einigen Infos sowie mein Namenschild erhalte. Anschließend durfte man sich noch im Café oder im kleinen Park neben dem Gebäude aufhalten.  

10:30 – Welcome Introduction & Neuroanatomie 

Um 10:30 ging es dann auch schon los mit einer Begrüßung in der plenary hall, bei der wir den Tagesablauf nochmal erklärt bekommen haben und wir in 2 Gruppen eingeteilt wurden, Gruppe A und Gruppe B. Gruppe A fing mit der Patientendiagnose an, Gruppe B mit der Neuroanatomie-Station. Da ich Gruppe B war begab ich mit ca. 20 anderen Teilnehmenden in einen Raum, in dem Tische in einem Kreis aufgestellt waren, an jedem ein Bild und ein Modell von einem Teil des Gehirns. Dann ging es auch schon los. Der 20-Sekunden-Takt bei der Neuroanatomie-Station fühlte sich an wie ein Sprint. Kaum hatte man einen Blick auf das Gehirnmodell geworfen und die Struktur identifiziert, ertönte schon der Wechselruf – keine Zeit für langes Nachdenken. Auf einem Klemmbrett musste man dann die gezeigte Struktur benennen und aufschreiben. Anschließend wechselten die Gruppen und wir durften mit der Patientendiagnose anfangen. 

11:50 – Patientendiagnose 

Beim Wettbewerbsteil Patientendiagnose bekamen jeder von uns ein Blatt, auf welchem wir unsere Verdachtsdiagnose notieren konnten und ein Blatt mit aufkratzbaren, medizinischen Testergebnissen, passend zu dem Fall. Insgesamt wurden uns 6 Patientenvideos vorgespielt, in welchen Symptome usw. der betroffenen Person erläutert wurden. Anschließend hatten wir nach jedem Video ca. 3min Zeit eine Diagnose zu stellen und diese aufzuschreiben. Anschließend gab es Mittagessen und eine kurze Mittagspause 

13:00 – Mittagspause und ein kurzer Einblick in die Forschung 

Während der Mittagspause durfte ein Teil der Teilnehmenden (darunter auch ich) an einer kurzen Führung von einem Forscher des Max-Planck-Institutes teilnehmen, bei welcher wir uns die Forschung dort anschauen durften. Geforscht wurde am Verhalten und der kognitiven Eigenschaften von Gehirnen von Fruchtfliegen. Dies war sehr interessant, da wir einen richtigen Einblick in den Laboralltag eines Forschers gewinnen konnten. 

14:00 – Written Exam 

Beim Schreibtest bekam man 30 Fragen, Multiple Choice und Klausurfragen, welche wir bearbeiten mussten. Hierbei wurden alle Themen des Wettbewerbes abgefragt, von Unterbewusstsein über Neuroanatomie und Pathologie bis zu Neuro-Zell-Biologie und Histologie. Dies war auch der längste Wettbewerbsteil, da wir für diesen 20min Zeit bekamen, um die Aufgaben zu bearbeiten. 

16:00 – Podiumsdiskussion und Abschluss 

Um 16:00 wurden die besten 10 Teilnehmenden dazu eingeladen, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen, bei welcher man Fragen so schnell wie möglich beantworten musste. Anschließend wurde auch der Gewinner verkündet, der an der Internationalen brain bee teilnehmen würde. Danach konnte man auch schon nach Hause fahren und der Wettbewerb war vorbei. 

Für mich war der Wettbewerb auch jeden Fall eine spannende Sache, bei welcher ich nächstes Jahr nochmal teilnehmen würde. Man hat viele neue Leute kennengelernt und neues Wissen sich aneignen können. 

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